Leon Daiske Oberbäumer, Alexandra Sakaki

Japans Debatte über Russland und den Konflikt um die Ukraine

Aus japanischen Zeitschriften und Think-Tank-Publikationen der Jahre 2014 und 2015

SWP-Zeitschriftenschau 2015/ZS 03, September 2015, 8 Seiten

Deutsche Beobachterinnen und Beobachter betrachten die Ursachen und Konsequenzen des Konflikts um die Ukraine vorwiegend im euroatlantischen Zusammenhang. Für sie stehen die europäischen Wirtschafts- und Stabilitätsinteressen im Vordergrund. Die japanische Diskussion zeigt eine andere Sichtweise auf die Geschehnisse. Dabei wird deutlich, dass Russland in Japan nicht primär als europäische, sondern als asiatische Macht wahrgenommen wird. Bei der Analyse der Ursachen und Folgen des Konflikts konzentrieren sich die japanischen Expertinnen und Experten entsprechend auf den asiatischen Kontext. Viele von ihnen fordern von Tokio eine Annäherung an Moskau, auch wenn dies ein Ausscheren aus der G7-Linie und der westlichen Sanktionspolitik bedeute. Ein solcher Kurs werde den japanischen Interessen am ehesten gerecht.

An English version of this paper is available here.

SWP-Aktuell


Pgbreak Test

Pgbreak


Nicole Birtsch
Afghanistans Regierung will den Konflikt mit den Taliban politisch lösen

Das Friedensabkommen mit Hizb-e-Islami ist ein erster Schritt auf dem weiten Weg zum Frieden


SWP-Studien

Alexander Libman
Russische Regionen

Sichere Basis oder Quelle der Instabilität für den Kreml?


Uwe Halbach
Religion und Nation, Kirche und Staat im Südkaukasus