Streitkräftedialog

Zielsetzung

Der Generalinspekteur der Bundeswehr lädt jeweils 12-14 Offiziere der Streitkräfte der Russischen Föderation bzw. Offiziere der Streitkräfte der Ukraine zu einem acht- bis zehntägigen Seminar ein, das von der SWP (Projektleiter: Dr. Michael Paul) organisiert wird. Dabei gilt folgende Zielsetzung:

  1. Gelegenheit für einen erfolgversprechenden Zugang zu hochrangigen, wenn möglich noch jungen militärischen Führern der Streitkräfte zu schaffen;
  2. einen kritischen Dialog über aktuelle außen- und sicherheitspolitische Themen von beiderseitigem Interesse zu ermöglichen;
  3. Interesse zur bilateralen Kooperation im Verteidigungsbereich aufrechtzuerhalten;
  4. und schließlich militärische Führer der Streitkräfte mit den Zielen und Werten der westlichen Politik und der Stellung von Streitkräften in einer demokratischen Gesellschaft vertraut zu machen.

Aus Sicht des Bundesministeriums der Verteidigung sind die Seminare der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) ein »Eckpfeiler« der deutsch-russischen und deutsch-ukrainischen Beziehungen auf militärischer Ebene. Seit 1993 haben über 300 Offiziere der Russischen Föderation bzw. Ukraine an einem Streitkräftedialog teilgenommen. Dabei bietet der vertrauliche Dialog nicht nur Orientierungswissen für militärische Führer, sondern dient auch als Grundlage für weitergehende bilaterale Maßnahmen und als Anregung für konkrete Änderungen in den Streitkräften.

"Diese hochrangigen Veranstaltungen sind ein wichtiges Instrument für die Gestaltung und nachhaltige Entwicklung unserer bilateralen Beziehungen zu Russland und der Ukraine. Der offene und konstruktive Dialog im Rahmen der Seminare leistet einen bedeutenden Beitrag zur Weiterentwicklung des gegenseitigen Verständnisses."
General Volker Wieker, Generalinspekteur der Bundeswehr, Februar 2011

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