Zusammenarbeit in Nordeuropa

Projektleiter: Dr. Tobias Etzold (bis 14.09.2011: Dr. Carsten Schymik)

Mitarbeiter: Peer Krumrey, M.A.

Zeitraum: 1. Okt. 2008 - 30. Sep. 2010 (abgeschlossen)
Zeitraum Folgeprojekt: 1. Okt. 2010 - 31. Mai 2013

Förderer: Nordischer Ministerrat

Ziel

Das vom Nordischen Ministerrat finanzierte, ursprünglich auf zwei Jahre angelegte und um weitere zweieinhalb Jahre verlängerte Forschungsprogramm dient dem Ziel, strategische Perspektiven, operationelle Prioritäten und institutionelle Formen der Zusammenarbeit in Nordeuropa zu untersuchen. Geographischer Schwerpunkt ist die Ostseeregion.

Hintergrund

Nordeuropa – verstanden im weitesten Sinne als geographischer Raum von der Ostsee bis zur Arktis und von Nordamerika bis Nordwest-Russland – erfährt einen stetigen Bedeutungszuwachs für die Europäische Union und damit auch für die deutsche Außenpolitik. Mit Vollendung der Osterweiterung 2004 ist die Ostsee weitgehend zu einem Binnenmeer der EU geworden. Die nordischen Staaten (Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Island) haben sich der EU entweder als Vollmitglieder oder im Rahmen integrativer Arrangements wie dem Europäischen Wirtschaftsraum oder der Schengen-Kooperation angeschlossen. Mit der Integration des Nordens rücken auch die Barentssee und der Arktische Ozean stärker in das geopolitische Blickfeld der EU.

Die Annäherung des Nordens an Europa geht mit der zunehmenden Wahrnehmung von Problemen einher, die zwar nicht unbedingt neu oder originär nordeuropäisch sind, aber vielfach eine spezifisch nördliche Ausprägung und damit zugleich eine erhöhte Dringlichkeit aufweisen. Die Folgen des globalen Klimawandels beispielsweise zeigen sich nirgendwo schneller und drastischer als in der Arktis. Im Norden liegt der Schlüssel für Europas Versorgung mit Energie und anderen natürlichen Ressourcen wie Holz oder Fisch. Die Ostsee gilt als eines der am stärksten beanspruchten und schmutzigsten Gewässer der Welt. Zugleich kennzeichnet den Ostseeraum nach wie vor ein extremes sozioökonomisches Gefälle, weil die Region die Schnittstelle zwischen einigen der reichsten und der ärmsten Staaten Europas bildet. Die vielfältige Zusammenarbeit in Nordeuropa steht vor besonderen Herausforderungen, die auch Deutschland und die EU nicht unberührt lassen.

Themenschwerpunkte

Das Forschungsprojekt beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit den folgenden Themen:

  • Leistungsfähigkeit und Effizienz der institutionellen Zusammenarbeit im Ostseeraum
  • Wirtschaftliche Entwicklung und Innovationspotential der Ostseekooperation
  • Ostseeraum als Manifestationsform der EU-Russland-Beziehungen
  • Interessenprofile der Anrainerstaaten der Ostsee
  • Zusammenarbeit im Rahmen der EU-Strategie für den Ostseeraum
  • Zusammenarbeit im Rahmen der Nördlichen Dimension
  • Perspektiven der Zusammenarbeit in der Barentsregion
  • Wirtschaftliche und soziale Aspekte der europäischen Integration aus nordischer Perspektive

Teilprojekte

Die genannten Themenschwerpunkte werden im Rahmen der folgenden und weiterer noch zu definierenden Teilprojekte bearbeitet:

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