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    Akteurs-Mapping: Die Drusen im Syrienkonflikt

    Von Pelican Mourad; Berlin, 10. Juli 2017

    • Die Drusen sind eine der zahlreichen religiösen Minderheiten in Syrien. Bereits zu Beginn des Aufstandes im April 2011 beteiligten sich drusische Aktivisten und Intellektuelle an den friedlichen Demonstrationen gegen Bashar al-Assad. Die anschließende gewaltsame Niederschlagung der Demonstrationen legitimierte Assad unter anderem mit dem notwendigen „Schutz der Minderheiten“ vor der teils „terroristischen“ sunnitischen Mehrheit. Vor diesem Hintergrund konnte das Assad-Regime die (religiösen) Minderheiten nicht direkt angreifen. Um diese „Schutzfunktion“ aufrechtzuerhalten, warb es um die Loyalität der Drusen (wie auch die der Kurden, Alawiten und Christen). Es gelang Assad, die geistlichen Oberhäupter der drusischen Gemeinde – genauso wie die meisten religiösen Autoritäten der Christen, Alawiten und Schiiten – auf seine Seite zu ziehen.

      Der ursprüngliche Aufstand war keineswegs nur einer der Sunniten. Obwohl religiöse Minderheiten sich daran beteiligt hatten, griff das Assad-Regime deren Städte und Gebiete nicht an. Zu den sogenannten „stabilen Gebieten“ in Syrien zählen deshalb in erster Linie die von Minderheiten bewohnten. In den sunnitisch dominierten Gebieten ging das Regime hingegen mit massiver Gewalt gegen angebliche Extremisten vor.

    • Allerdings greift das Bild der „regimenahen Drusen“ zu kurz: So wurden 2011 rund 7.000 Flüchtlinge aus Daraa, einer Hochburg des Widerstands gegen Assad, im hauptsächlich drusischen Suweida aufgenommen. Außerdem lieferten drusische Aktivisten den in der Provinz Daraa belagerten Menschen Nahrungsmittel und Medikamente. Nicht zuletzt wurden auch Drusen vom Regime verhaftet und ermordet. Allerdings wurden diese meist außerhalb ihrer Dörfer inhaftiert und vom Regime als Verräter gebrandmarkt.

    • Die Drusen sind für die Opposition vor allem von territorial-strategischer Bedeutung: Suweida, wo die weitaus größte drusische Gemeinschaft Syriens ansässig ist, grenzt an Daraa, welches südlich von Damaskus liegt. Hier verläuft die Frontlinie zwischen der Freien Syrischen Armee und dem Regime im Süden des Landes. Suweida und Daraa sind aufgrund ihrer Lage an der Durchgangspassage nach Jordanien sowohl für das Regime als auch für die Rebellen militärisch unverzichtbar. Außerdem ist die Opposition bestrebt, auch die Minderheiten in den Kampf gegen das Regime einzubinden.

    Grafik 1: Karte mit drusischen Siedlungsgebieten in Syrien und Region sowie Einflussnahme
    Grafik 1

    Legende:

    Braun: Siedlungsgebiete der Drusen
    Blau: finanzielle Unterstützung von den israelischen Drusen;
    Rot: Interesse des Regimes, Drusen zu rekrutieren;
    Grün: politische, militärische und finanzielle Unterstützung der libanesischen Drusen;
    Schwarz: eventuelle Waffenlieferungen aus dem Iran/Irak
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